I Love Retro Bulli – Oldtimer-Vermietung NRW
VW T1 Bulli Baujahr 1966 mit geteilter Windschutzscheibe vor einem historischen Holzgebäude

Historie

Der Motor des Wirtschafts­wunders.

Eine Werksskizze von 1947, Serienstart 1950 in Wolfsburg – und eine Silhouette, die bis heute jeder erkennt.

01Die Skizze von 1947

Eine Idee, die auf einem Notizzettel begann.

Am Anfang der Baureihe steht kein Konstrukteur, sondern ein Importeur.

1947 besuchte der niederländische VW-Importeur Ben Pon das Werk in Wolfsburg und sah dort improvisierte Transportkarren, mit denen Bauteile über das Werksgelände gefahren wurden. Daraus entstand seine Skizze für ein geschlossenes Nutzfahrzeug – die Grundidee des späteren VW Typ 2. Volkswagen intern hieß das Fahrzeug T1, nach außen wurde es zum „Bulli“: eine Wortverbindung aus „Bus“ und „Lieferwagen“, die sich schnell durchsetzte.

Der Serienstart folgte 1950 in Wolfsburg. Weil die Kapazitäten dort bald nicht mehr ausreichten, verlegte Volkswagen die Produktion 1956 in ein eigens dafür gebautes Werk in Hannover-Stöcken – bis heute einer der wichtigsten Nutzfahrzeugstandorte des Konzerns.

Seitenansicht eines rot-weißen VW T1 Bulli, Baujahr 1964, vor einer weiten Wiesenlandschaft
Geöffnete Heckklappe eines VW T1 während der Restaurierung mit Blick auf den luftgekühlten Boxermotor

02Technik

Ein Motor im Heck – und ein Konzept, das aufging.

Was den T1 technisch definiert, sitzt ganz hinten: ein luftgekühlter Boxermotor, der die Hinterachse antreibt.

Die Entscheidung, den Motor ins Heck zu legen, hatte einen einfachen praktischen Grund: Ohne Kardantunnel durch die Fahrgastzelle blieb der komplette Innenraum als ebene Ladefläche nutzbar – vom Fahrersitz bis zur Hecktür. Die Luftkühlung kam ohne Kühler, Wasserpumpe und Frostschutz aus und machte den Bus robust gegenüber Kälte wie Hitze, ein Vorteil für ein Nutzfahrzeug, das täglich im Einsatz war.

Gefahren wird über der Vorderachse: Die Sitzposition liegt weit vorn, fast über den Frontscheinwerfern, das Lenkrad steht steil. Unsere drei T1 teilen sich denselben 44-PS-Boxermotor mit 1493 cm³ Hubraum und erreichen eine Reisegeschwindigkeit von rund 100 km/h – Details zu allen drei Baujahren stehen auf unserer Fahrzeugseite.

03Die Varianten

Ein Fahrgestell, viele Aufbauten.

Vom geschlossenen Lieferwagen bis zum Luxus-Reisebus – der T1 wurde in mehreren Karosserievarianten gebaut.

Der Kastenwagen ohne Seitenfenster war die reine Nutzfahrzeugversion für Handwerk und Handel. Der Kombi ergänzte Fenster und eine Rückbank für den Personentransport. Die Pritsche ersetzte den geschlossenen Aufbau durch eine offene Ladefläche. Das begehrteste Modell war der „Samba“-Bus: mit Faltdach, zusätzlichen Panoramafenstern im Dachbereich und aufwendigerer Ausstattung war er die Luxusvariante der Baureihe.

Unter Sammlern hat sich die Fensterzählung als gängiges Unterscheidungsmerkmal etabliert: Man spricht von 11-, 13-, 15-, 21- oder 23-Fensterbussen, je nachdem wie viele Scheiben rundum verbaut sind – die aufwendig verglaste Samba-Ausführung markiert dabei das obere Ende der Skala. Unsere eigene Flotte liegt in der Mitte dieser Skala: Alle drei T1 – Baujahr 1964 und zweimal 1966 – sind 13-Fensterbusse.

Innenraum eines VW T1 Bulli mit Blick durch die umlaufende Reihe der Seitenfenster
Seitenansicht eines VW T1 Bulli während der Restaurierung, Karosserie in grauer Grundierung ohne Lack

04Vom Nutzfahrzeug zur Ikone

Erst Werkzeug, dann Sympathieträger.

Die Karriere des T1 begann nüchtern und endete emotional.

In den 1950er-Jahren war der Bus vor allem eines: ein Arbeitstier für Handwerksbetriebe, Speditionen und den Einzelhandel im aufstrebenden Nachkriegsdeutschland – zuverlässig und günstig zu unterhalten. In den folgenden Jahrzehnten eroberte er sich ein zweites Leben als Reise- und Freizeitfahrzeug und wurde, vor allem international, zum Symbol der Gegenkultur der 1960er- und 70er-Jahre.

Heute ist genau dieser Wandel sein größter Wert: Aus dem einstigen Transportmittel ist ein gesuchtes Sammlerstück geworden – ein Fahrzeug, das Zeitzeugen wie Enkelkinder gleichermaßen anspricht, und der wohl unumstrittenste Sympathieträger unter den Oldtimern.

05Der T1 heute

Warum ein fahrbereiter T1 die Ausnahme ist.

In Deutschland endete die T1-Produktion 1967 mit dem Wechsel zum Nachfolger T2 – in Brasilien wurde eine T1-Variante noch deutlich länger gebaut, was erklärt, warum vereinzelt Fahrzeuge mit späteren Baujahren auftauchen.

Die Bleche der ersten Serienjahrzehnte waren nicht für ein zweites Leben nach 50 Jahren gebaut: Rost an Schwellern, Radläufen und im Unterboden hat viele Fahrzeuge dahingerafft, andere wurden als Campingbusse hart gefahren und verschlissen. Was heute in gutem Zustand existiert, hat meist eine aufwendige Restaurierung durchlaufen – Blech für Blech, oft bis auf den nackten Rohbau zurückgebaut und neu aufgebaut.

Fahrzeuge, die dieses Alter und diese Substanz erreichen, können in Deutschland eine H-Zulassung bekommen – das eigene Kennzeichen für historische Fahrzeuge. Unsere drei T1 aus den Baujahren 1964, 1966 und 1966 sind original restaurierte, H-zugelassene Fahrzeuge; alle Daten dazu stehen auf unserer Fahrzeugseite.

Blick durch den ausgeräumten Innenraum eines VW T1 Rohbaus während der Restaurierung in einer Fachwerkstatt

06Häufige Fragen

Das wollen Kenner und Neugierige wissen.

Warum heißt der VW-Bus „Bulli“?

„Bulli“ ist eine Wortverbindung aus „Bus“ und „Lieferwagen“. Der Spitzname setzte sich schon in den ersten Serienjahren durch und ist heute gebräuchlicher als die offizielle Bezeichnung VW Typ 2 oder T1. Die Marke unseres Unternehmens trägt den Namen entsprechend in der offiziellen Schreibweise „Bulli“, nicht „Bully“.

Was ist der Unterschied zwischen T1 und T2?

Der auffälligste äußere Unterschied ist die Frontscheibe: Der T1 hat die geteilte Windschutzscheibe, unter Fans „Bulli-Brezel“ oder „Splitscreen“ genannt. In Deutschland löste der T2 mit einteiliger Panoramascheibe die Produktion des T1 im Jahr 1967 ab.

Was bedeutet 13-Fensterbus oder 15-Fensterbus?

Die Fensterzählung ist ein unter Sammlern gebräuchliches Unterscheidungsmerkmal für die Ausstattungsvariante eines VW T1 – gezählt werden alle Scheiben rundum. Gängig sind 11-, 13-, 15-, 21- und 23-Fensterbusse. Unsere drei T1 sind allesamt 13-Fensterbusse; die selteneren Varianten gehören nicht zu unserer Flotte.

Wie schnell fährt ein VW T1?

Der luftgekühlte Boxermotor unserer Fahrzeuge leistet 44 PS aus 1493 cm³ Hubraum und erreicht eine Reisegeschwindigkeit von rund 100 km/h. Für ein über 50 Jahre altes Fahrzeug planen wir die Fahrzeit bei Buchungen entsprechend großzügig ein.

Was ist ein Samba-Bus?

Der „Samba“ war die Luxusvariante des VW T1: mit Faltschiebedach, zusätzlichen Panoramafenstern im Dachbereich und aufwendigerer Ausstattung markiert er unter Sammlern das obere Ende der Fensterzählung.

Was bedeutet „Bulli-Brezel“ oder „Splitscreen“?

Beide Begriffe bezeichnen die geteilte, zweiteilige Windschutzscheibe des T1 – ein charakteristisches Merkmal, das ihn von seinem Nachfolger T2 mit einteiliger Scheibe unterscheidet. Im Englischen hat sich dafür der Begriff „Splitscreen“ etabliert.

Anfrage

Diese Geschichte fahren Sie am besten selbst mit.

Drei original restaurierte VW T1 aus den Baujahren 1964, 1966 und 1966 – für Hochzeit, Tour oder Markenauftritt, immer mit eigenem Chauffeur.

Aus unserem Verbund